Allgemeine Entwicklung
Im Februar 2026 verzeichnete der Fondspreis einen Rückgang von 8,02 Prozent und konnte damit seinen positiven Trend aus dem Jahr 2025 und dem Januar 2026 nicht fortsetzen. Die vollständigen Angaben zur Wertentwicklung entnehmen Sie bitte unserem Factsheet.
Einfluss der US-Politik
Aufkommende Diskussionen über eine mögliche Neubesetzung an der Spitze der US-Notenbank führten bereits Ende Januar und Anfang Februar 2026 zu breiteren Kursrückgängen an den Märkten. Zusätzliche Verunsicherung entstand durch die Entscheidung des obersten US-Gerichts, wonach die von der Trump-Administration eingeführten weltweiten Zölle als rechtswidrig eingestuft wurden. Damit steht ein zentraler handelspolitischer Pfeiler zur Disposition, was insbesondere für Unternehmen mit globalen Lieferketten – wie viele Clean-Tech-Gesellschaften – neue Unsicherheiten hinsichtlich Margen, Beschaffungskosten und Wettbewerbsbedingungen mit sich bringt.
Aktueller Krieg im Nahen Osten
Ein aktueller Konflikt im Iran könnte darüber hinaus mehrere direkte und indirekte Auswirkungen auf Clean-Tech-Aktien haben. Kurzfristig würde ein Anstieg der Öl- und Gaspreise zwar die strukturelle Wettbewerbsfähigkeit erneuerbarer Energien stärken, gleichzeitig aber die Inflationsrisiken erhöhen. Höhere Energiepreise wirken häufig preistreibend auf Transport, Logistik und Vorprodukte wie Stahl, Aluminium oder Spezialchemikalien – alles relevante Kostenfaktoren für Solar-, Speicher- und Wasserstoffunternehmen. Steigende Inflationserwartungen könnten wiederum die Renditen am Anleihemarkt nach oben treiben und damit insbesondere zinssensitive Wachstumswerte unter Druck setzen.
Hinzu kommt der Kapitalmarkteffekt: Geopolitische Eskalationen führen regelmäßig zu einer Risk-Off-Bewegung. In solchen Phasen werden vor allem Small Caps und technologieorientierte Wachstumsunternehmen verkauft, unabhängig von ihrer langfristigen Fundamentaldynamik. Für Clean-Tech-Aktien bedeutet dies erhöhte Volatilität, selbst wenn die strukturellen Trends – Dekarbonisierung, Elektrifizierung, Netzausbau – intakt bleiben.
Langfristig könnte eine anhaltende Instabilität im Nahen Osten jedoch die strategische Bedeutung erneuerbarer Energien und von Energiespeichern weiter erhöhen, da Fragen der Energiesicherheit erneut in den Mittelpunkt rücken. Kurzfristig dominieren jedoch Inflations-, Zins- und Risikoaspekte, weshalb geopolitische Spannungen in Kombination mit handelspolitischen Unsicherheiten und der Debatte um die US-Notenbank zu erhöhten Schwankungen bei Clean-Tech-Aktien führen können.
Die Entwicklung im Februar zeigt ein deutliches Bild
Im Februar verzeichneten sechs unserer Portfoliowerte Gewinne, während vierundzwanzig Werte Rückgänge verzeichneten. Die größten positiven Beiträge kamen von Enphase Energy, Elia, DynaCert und SFC Energy.
Die größten Einzelverluste im Monat Februar entfielen auf Fluence Energy, Plug Power, Ceres Power und SMA Solar – also ausgerechnet auf jene Titel, die im Januar noch zu den stärksten Performern gezählt hatten.
Zum Monatsende im Februar lag die Aktienquote unseres Portfolios bei 97,3 Prozent.
Neukauf
Wir haben Eos Energy neu in das Portfolio aufgenommen und die Position aber zunächst bewusst klein gewichtet. Die Beimischung erfolgt im Sektor Smart-Grids, um das Engagement im Bereich Netzstabilisierung und stationäre Speicherlösungen gezielt zu erweitern.
Unternehmens-Entwicklungen
Enphase überzeugt mit starken Quartalszahlen und Rückenwind im US-Markt
Enphase Energy legte im vierten Quartal besser als erwartet vor. Umsatz und Profitabilität übertrafen die Konsensschätzungen. Positiv entwickelte sich das US-Geschäft mit einem sequenziellen Absatzanstieg von über 20 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren, während Europa weiterhin schwach blieb. Der freie Cashflow erreichte im Quartal knapp 38 Mio. US-Dollar und stellte damit den stärksten Wert des Jahres dar. Mit rund 1,51 Mrd. US-Dollar an liquiden Mitteln bei 1,21 Mrd. US-Dollar Schulden bleibt die Bilanz solide, auch im Hinblick auf anstehende Fälligkeiten und noch ausstehende Steuererstattungen aus Produktionsgutschriften.
Für das erste Quartal 2026 stellte das Management Umsätze zwischen 270 und 300 Mio. US-Dollar in Aussicht. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf mehrere strukturelle Impulse: steigende Strompreise, innovative Finanzierungsangebote, neue Produktgenerationen sowie ein potenziell rückläufiges Zinsumfeld. Diese Faktoren treffen auf einen langfristig stark wachsenden Strombedarf.
Aktuelle Studien von Bloomberg NEF
Laut Bloomberg New Energy Finance (Bloomberg NEF) soll die globale Stromnachfrage bis 2035 deutlich steigen, getrieben durch Elektromobilität sowie Rechenzentren und KI-Anwendungen. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass Solarenergie rund 80 Prozent des zusätzlichen erneuerbaren Kapazitätsausbaus bis 2030 stellt. Vor diesem Hintergrund bleibt das Umfeld trotz kurzfristiger Schwankungen strategisch attraktiv für technologisch führende Anbieter mit starker Marktstellung und solider Kapitalbasis.
Branchenbericht – Solar
Solarmodulpreise steigen an

Quelle: solarserver.de
Im Februar 2026 beschleunigte sich der Anstieg der Modulpreise nochmals deutlich. Nahezu alle Technologieklassen verteuerten sich um weitere 1 bis 1,5 Eurocent pro Watt, wobei Module für kleinere Dachanlagen stärker zulegten als Projektware. Damit liegen die Preise inzwischen wieder über dem Niveau von Januar 2025. Seit dem Tiefpunkt im Dezember 2025 beträgt der Anstieg bereits 15 bis 18 Prozent – ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht absehbar.
Bemerkenswert ist, dass dieser Preisanstieg nicht durch höhere Rohmaterialkosten getrieben wird. Im Gegenteil: Waferpreise sind zuletzt gesunken, und auch der Silberpreis normalisiert sich. Die Dynamik deutet vielmehr auf einen koordinierten Versuch der Hersteller hin, die Modulpreise wieder auf ein wirtschaftlich tragfähiges Niveau anzuheben. Dabei agieren die Produzenten unterschiedlich offensiv – einige erhöhen moderat, andere schlagen unmittelbar 20 bis 30 Prozent auf.
Im Projektgeschäft bleiben die Anbieter zurückhaltender, da dort die Wirtschaftlichkeit sensibel auf Komponentenpreise reagiert und größere Preissprünge die Realisierungswahrscheinlichkeit gefährden könnten. Im Segment kleinerer Anlagen wirken sich höhere Modulpreise weniger stark aus, da sie teilweise zulasten der Installateurs-Margen gehen. Gleichwohl bleibt das Umfeld fragil: Die Nachfrage ist nicht dynamisch, und ein weiterer Rückgang kann nicht ausgeschlossen werden.
Zusätzlich belastet die politische Unsicherheit die Branche. In den USA wird der Ausbau erneuerbarer Energien durch die klimapolitische Kehrtwende der Trump-Administration ausgebremst.
Auch in Deutschland sorgen Diskussionen um das sogenannte Netzpaket für erhebliche Verunsicherung innerhalb der Branche.
Allerdings erscheint es wenig wahrscheinlich, dass die angekündigten Verschärfungen in vollem Umfang umgesetzt werden. Trotz kurzfristiger Risiken bleibt das strukturelle Fundament der Solarindustrie langfristig intakt.

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