Allgemeine Entwicklung
Im August 2026 gab der Fondspreis leicht nach und schloss den Monat mit einem Rückgang von 2,67 Prozent. Die vollständigen Angaben zur Wertentwicklung entnehmen Sie bitte unserem Factsheet.
Stabilisierung im August nach den deutlichen Rücksetzern der Vormonate
Im August verzeichneten 17 unserer Portfoliounternehmen Kursverluste, während 15 Titel zulegen konnten. Die Rückgänge und Zuwächse betrafen alle vier Sektoren des Portfolios.
Die größten Verlustbeiträge kamen von den Unternehmen Fuelcell Energy, Canadian Solar, Ballard Power, Fluence Energy, Eos Energy, JinkoSolar und Novonix.
Die größten positiven Beiträge leisteten Ceres Power, Aumann, SMA Solar, Daqo New Energy, und ITM Power.
Zum Monatsende lag die Aktienquote des Portfolios bei 97,1 Prozent.
Geopolitik und Zinsrisiken bremsen die Erholung
Eine nachhaltige Entspannung im Iran-Krieg lässt weiterhin auf sich warten. Zusätzlichen Druck auf die Finanzmärkte erzeugte ein neuer Zollkonflikt zwischen den USA und Kanada. Gleichzeitig rechnen inzwischen viele Anleger mit einer Leitzinserhöhung in den USA, während die Sorge vor einer erneuten Eskalation im Nahen Osten die Marktstimmung zusätzlich belastet.
Der weiter gestiegene Ölpreis erhöht zudem den Inflationsdruck. Gleichzeitig erreichten die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen den höchsten Stand seit 19 Monaten – ein weiteres Zeichen für die zunehmende Risikoaversion an den Finanzmärkten, wodurch insgesamt eine deutlichere Erholung unserer Portfoliounternehmen ausblieb.
Insgesamt bleibt das Marktumfeld damit anspruchsvoll. Wir erwarten jedoch im weiteren Jahresverlauf zunehmend Impulse auf Unternehmensebene, die unseren Portfoliounternehmen ermöglichen sollten, sich von diesem negativen Marktumfeld abzukoppeln.
Käufe und Verkäufe
Die übertriebenen Kursrücksetzer bei Eos Energy nutzten wir gezielt zur Aufstockung unserer Position. Finanziert wurde der Zukauf durch einen Teilverkauf von First Solar sowie durch neue Mittelzuflüsse im August.
Unternehmens-Entwicklungen
Canadian Solar
Energiespeicher entwickeln sich zum Wachstumstreiber
Das Geschäft mit Batterie-Energiespeichern entwickelte sich im zweiten Quartal 2026 zum wichtigsten Wachstumstreiber von Canadian Solar. Die Auslieferungen erreichten 3,7 GWh und lagen damit 73 Prozent über dem Vorjahreswert sowie deutlich über der eigenen Prognose. Gleichzeitig stieg der Auftragsbestand des Speichergeschäfts einschließlich langfristiger Serviceverträge auf 3,5 Mrd. US-Dollar.
Speicher gewinnt gegenüber Solarmodulen an Bedeutung
Die starke Entwicklung im Speichergeschäft bildet zunehmend ein Gegengewicht zum weiterhin schwierigen Solarmodulmarkt. Während die Modulauslieferungen gegenüber dem Vorjahr um 60 Prozent zurückgingen, verfügt Canadian Solar inzwischen über eine Entwicklungspipeline von rund 84 GWh bei Batteriespeichern. Dies unterstreicht die zunehmende strategische Bedeutung dieses Geschäftsbereichs.
Ausbau der Produktion in den USA
Parallel investiert Canadian Solar erheblich in den Ausbau seiner US-Produktion. Im Juli wurde die erste Phase einer neuen Solarzellenfabrik in Indiana mit einer Kapazität von 2,1 GW eröffnet, die langfristig auf 6,3 GW erweitert werden soll. Zusätzlich wird die Produktionskapazität für Solarmodule im Werk in Texas von 5 auf 10 GW ausgebaut.
Profitabilität bleibt unter Druck
Trotz der operativen Fortschritte bleibt das Marktumfeld herausfordernd. Der Quartalsumsatz erreichte 1,2 Mrd. US-Dollar, während die Bruttomarge auf 13,9 Prozent zurückging und ein Nettoverlust von 77 Mio. US-Dollar entstand. Mit liquiden Mitteln von rund 1,9 Mrd. US-Dollar verfügt Canadian Solar jedoch weiterhin über eine solide finanzielle Basis.
Positiver Ausblick durch wachsendes Speichergeschäft
Für das dritte Quartal erwartet Canadian Solar einen Umsatzanstieg auf 1,3 bis 1,5 Mrd. US-Dollar und weiterhin hohe Auslieferungen von Batteriespeichern. Besonders die stark wachsende Speicherplattform mit ihrem hohen Auftragsbestand und der umfangreichen Projektpipeline sehen wir positiv. Sie dürfte künftig einen immer wichtigeren Beitrag zum Geschäft leisten und die Abhängigkeit vom zyklischen Solarmodulmarkt reduzieren.
Ballard Power
Ballard Power übernimmt GeoPura und erweitert sein Geschäftsmodell
Ballard Power Systems hat die Übernahme des britischen Wasserstoffunternehmens GeoPura für zunächst 275 Mio. GBP abgeschlossen. GeoPura produziert grünen Wasserstoff, betreibt eine eigene Logistikinfrastruktur und bietet dezentrale Wasserstoff-Stromversorgung als Dienstleistung an. Die hierfür eingesetzten Anlagen nutzen bereits Brennstoffzellenmodule von Ballard.
Vom Brennstoffzellenhersteller zum integrierten Energieanbieter
Durch die Übernahme erweitert Ballard sein Geschäftsmodell deutlich. Neben der Entwicklung und Lieferung von Brennstoffzellentechnologie kann das Unternehmen künftig auch Wasserstofferzeugung, -verteilung und komplette „Energy-as-a-Service“-Lösungen anbieten. Damit entsteht eine stärker vertikal integrierte Wasserstoffplattform.
Zusätzliche Absatzmärkte für Brennstoffzellen
Die Integration von GeoPura eröffnet Ballard neue Anwendungsmöglichkeiten für seine Brennstoffzellentechnologie. Neben den bisherigen Kernmärkten Bus, Bahn und Schifffahrt sollen dezentrale Stromversorgungslösungen unter anderem im Bauwesen, bei Veranstaltungen, in der Filmproduktion, im Gesundheitswesen sowie im Verteidigungsbereich angeboten werden.
Ballard finanziert Übernahme mit Barmitteln und Aktien
Der Kaufpreis von zunächst 275 Mio. GBP wird durch 82,5 Mio. GBP in bar sowie überwiegend durch neu ausgegebene Ballard-Aktien finanziert. Bei Erreichen bestimmter finanzieller Ziele kann sich der Kaufpreis um weitere 27,5 Mio. GBP erhöhen.
Strategischer Schritt für weiteres Wachstum
Mit der Übernahme entwickelt sich Ballard von einem reinen Anbieter von Brennstoffzellentechnologie stärker in Richtung eines integrierten Anbieters emissionsfreier Energielösungen. Besonders interessant ist aus unserer Sicht die Möglichkeit, zusätzliche Absatzmärkte für die eigene Brennstoffzellentechnologie zu erschließen und gleichzeitig stärker an der gesamten Wertschöpfungskette der Wasserstoffversorgung zu partizipieren.
SMA Solar
SMA Solar erschließt Wachstumsmarkt für KI-Rechenzentren
SMA Solar positioniert sich gezielt im schnell wachsenden Markt für KI- und Hyperscale-Rechenzentren. Mit den neuen Lösungen SMA GridAssist und GridLink bietet das Unternehmen Systeme zur Netzstabilisierung, unterbrechungsfreien Stromversorgung und effizienteren Netzanbindung an. Ab 2027 soll zudem eine Lösung für die bei KI-Rechenzentren zunehmend relevante 800-Volt-Gleichstromarchitektur verfügbar sein.
Bedeutendes zusätzliches Umsatzpotenzial
Bereits für das Geschäftsjahr 2027 erwartet SMA mit Rechenzentrumslösungen einen Umsatz im mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Das Unternehmen kann dabei seine langjährige Kompetenz bei Leistungselektronik, Netzintegration und intelligenten Steuerungssystemen nutzen. Der stark steigende Strombedarf von KI-Anwendungen eröffnet SMA damit einen zusätzlichen Wachstumsmarkt außerhalb des klassischen Solar- und Speichergeschäfts.
Erneuerbare Energien als Standortfaktor
Wie wichtig die Energieversorgung für neue Rechenzentren geworden ist, zeigt auch die geplante Investition der Schwarz-Gruppe von bis zu 5,6 Mrd. Euro in ein neues Rechenzentrum bei Rostock. Ausschlaggebend für die Standortwahl waren unter anderem die Verfügbarkeit großer Mengen erneuerbarer Energie sowie eine leistungsfähige Netzanbindung. Dies unterstreicht aus unserer Sicht die zunehmende Bedeutung von erneuerbaren Energien, Stromnetzen und intelligenter Leistungselektronik für den weiteren Ausbau der KI-Infrastruktur.

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