Managementkommentar – 06.04.2020

Im Jahr 2019 konnte unser Portfolio zeigen was in ihm steckt. Mit über 75 % Performance war unser Fonds der beste Fonds von 526 Nachhaltigkeitsfonds in Europa. Und von über 53.400 ausgewerteten Fonds bei Morningstar waren wir mit dieser Performance auf Platz 3 aller dort gelisteten Fonds. In den ersten beiden Monaten im Jahr 2020 ging es dann zügig so weiter und die Werte im Portfolio entwickelten sich weiterhin sehr gut.

Als Stock-Picker mit einem konzentrierten Portfolio von 30 Werten und reinen Pure-Playern aus verschiedenen Sektoren der Nachhaltigkeit, mit einer mittel- bis langfristigen Ausrichtung, hielten wir auch in der Corona Krise an unserer Strategie fest.

Allerdings muss ein aktiver Manager immer wieder Anpassungen vornehmen, falls dies erforderlich ist. Diese Anpassungen haben wir schon vor Eintritt des Absturzes wegen des Corona-Virus an den Börsen vorgenommen und uns von ein paar Titeln aus der Windbranche wie Vestas oder Nordex getrennt. Auch bauten wir die Position in Enphase massiv ab. Enphase als Weltmarktführer bei Mikrowechselrichtern war lange Zeit der Top Wert in unserem Portfolio. Durch sehr frühzeitigen Einstieg in dem schwachen Jahr 2017 von Enphase, kauften wir zu durchschnittlich 3 USD. Nach zwischenzeitlicher Verzehnfachung auf über 30 USD und auch einem sehr starken Jahr 2020 mit über 80 % Zuwachs trennten wir uns vom größten Teil der Position zu 53 USD und sicherten die Gewinne. Die freigewordenen Gelder investierten wir nach dem Absturz an den Börsen konsequent in die aussichtsreichsten Werte in unserem Portfolio, wie beispielsweise Akasol, JinkoSolar, dynaCert, Nel ASA, SunPower und Cree. Diese sind nun die größten Positionen im Portfolio.

Die Situation bei unseren Unternehmen, die vorher sehr gefragt waren und teilweise vorher Rekordumsätze- und Gewinne erzielen konnten, hat sich nicht nun durch die Corona Krise schlagartig geändert. So berichtete JinkoSolar beispielsweise zwar von geringen Verschiebungen ins nächste Quartal, hielt aber insgesamt an der Jahresprognose fest, weil sie wieder nahezu voll in der Produktion ausgelastet sind. Der Chef von JinkoSolar kaufte privat die Aktien seiner eigenen Firma zu den niedrigen Kursen. Akasol hielt an der hohen Fertigungsquote von Batterien für den Schwerlastverkehr und Bussen fest. Als Hauptlieferant für Daimler und Volvo kann jetzt schon für die hohe Nachfrage nach der Krise vorgebaut werden.

Wir bauten den Anteil an Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Unternehmen weiter aus. Etliche Werte waren uns vorher zu teuer, aber nach einem Absturz von über 50 Prozent von den Höchstkursen bei ITM Power und Ceres Power griffen wir zu. Beide Unternehmen haben starke Partner wie Linde oder Bosch im Boot. Erst im Januar 2020 baute beispielsweise Bosch den Anteil an Ceres Power auf über 18 % aus. Die hohen Investitionen in diese Technologie zeigen bereits jetzt ihre Früchte und KPMG hat nicht umsonst Wasserstoff als den Number-One-Trend bis zum Jahr 2025 bezeichnet.

Mit 99 % Aktienquote sind wir bestens für die Zukunft positioniert, denn wir sind in den besten Unternehmen der Bereiche Nachhaltigkeit und Klimaschutz investiert. Der politische Rückenwind zu diesem Thema wird unsere Unternehmen mittelfristig wieder unterstützen.