Managementkommentar – 03.06.2022

Entwicklung des Fonds

Der Fondspreis veränderte sich im Mai 2022 insgesamt nur geringfügig um +0,32 %, nachdem er Mitte des Monats deutlich korrigierte und sich bis zum Monatsende wieder erholt hatte. Noch stärkere Ängste über die hohe Inflation und aufkommende Bedenken über eine höhere Leitzinsanhebung der amerikanischen Notenbank hatten wieder die Märkte ergriffen. Gute Unternehmensmeldungen unserer Unternehmen konnten den Abwärtstrend stoppen und der Fondspreis erholte sich bis zum Monatsende wieder.

Performance bei den einzelnen Portfoliowerten zeigt ein ausgewogenes Bild
Von insgesamt 30 Werten im Portfolio waren im Mai die Hälfte im Minus und die andere Hälfte lieferte einen positiven Performance-Beitrag. Die größten Gewinn-Beiträge kamen erneut von dem Solar-Sektor, wie z.B. JinkoSolar – der größten Portfolio-Position. Ebenso von SMA Solar, Daqo New Energy, Maxeon Solar und Canadian Solar. Weitere Gewinner kamen aus dem Wasserstoff-Sektor, aus Europa – Nel Asa und der neueste Portfoliowert aus USA – Hyzon Motors.

Negative Performancebeiträge kamen aus den Sektoren Wasserstoff und E-Mobilität. Hier schlugen wiederum die allgemeine Marktschwäche und die Zinsängste stärker durch. Am schlechtesten performten Novonix und Wolfspeed mit der Nähe zum schwachen Chip-Sektor. Ebenso Ballard Power, Plug Power, Everfuel und QuantumScape.

Im Mai konnten wir weitere Netto-Zuflüsse von 2,6 Mio. Euro generieren.

Unternehmensanalyse

Nano One mit BASF als starkem Partner und einer Übernahme in Kanada

Wie schon öfters an dieser Stelle betont, ist es für Pure-Play-Unternehmen sehr wichtig über starke Partner zu verfügen. Nano One konnte nun mit BASF eine Entwicklungsvereinbarung für Lithium-Ionen-Batteriematerialien unterzeichnen. Im Rahmen der Vereinbarung werden die Unternehmen gemeinsam ein Verfahren für die Produktion von Kathoden-Material der nächsten Generation entwickeln. Dieses basiert auf der HED-Familie von BASF, sowie dem One-Pot-Verfahren von Nano One. Dieses Verfahren ist eine innovative Methode zur einfachen und kostengünstigen Herstellung von LFP (Lithium-Eisenphosphat). Dadurch ist es wettbewerbsfähig und lässt sich gut an die Lieferketten in Nordamerika und Europa anpassen und verbessert auch die Umweltbilanz.

BASF ist ein weltweit führender Anbieter von Chemie- und Hochleistungs-Materialien für Lithium-Ionen-Batterien und für Nano One ist es eine wichtige Partnerschaft. Nano One stärkt zusätzlich sein eigenes Portfolio und übernimmt für rund 10,25 Mio. CAD vollständig die Firma Johnson Matthey Battery Materials Ltd. aus Kanada. Die Lithium-Eisenphosphat-Anlage und das Gelände liegen strategisch günstig in der Nähe von Montréal, sind seit 2012 in Betrieb und die Übernahme beschleunigt die Geschäftsstrategie von Nano One für LFP und andere Batteriematerialien.

JinkoSolar ist sehr niedrig bewertet und ist die Top-Position im Portfolio

Es zeigt sich ein Trend, bei dem die Solarmodul-Hersteller immer mehr dazu tendieren, Anbieter von Photovoltaik-Komplettlösungen zu werden. JinkoSolar vollzieht nun diesen Schritt und nimmt neue Produkte in sein Portfolio auf wie beispielsweise Speichersysteme.

Zitate auf der Pressekonferenz „The Smarter E“ – Messe in München:

„Wir sehen den Speichermarkt da, wo der Modulmarkt vor zehn Jahren war.“ „Ohne Speichertechnologie sind die Ziele, die sich der europäische Markt gesetzt hat, nicht erreichbar. Von daher ist es für uns der logische Schritt, unser Produktportfolio, um ein Speicherprodukt zu erweitern“.

Frank Niendorf, General Manager Europe von JinkoSolar

80 Prozent der Photovoltaik-Anlagen, die in Deutschland aktuell gebaut werden, sind mit einem Speicher versehen. In der Zukunft wird wahrscheinlich jede Anlage mit einem Batteriespeicher gebaut.

Auch JinkoSolar geht neue Partnerschaften ein
JinkoSolar hat eine neue Vertriebsvereinbarung in Lateinamerika mit Aldo Solar unterzeichnet, einem der größten Vertreiber von Solarenergielösungen in Lateinamerika mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent.

JinkoSolar – günstig im Vergleich zur Konkurrenz
Für das laufende Jahr kommt die Aktie von JinkoSolar auf Basis der Schätzungen von Analysten auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14 – sehr günstig im Vergleich zur nicht-chinesischen Konkurrenz mit 30- bis 50-facher Gewinnbewertung. Im kommenden Jahr soll das KGV, wegen des deutlichen Wachstums auf 9 fallen und im Jahr 2024 auf ein KGV von 8. Für eine zukunftsträchtige und wachstumsstarke Branche wie den Solarsektor ist das sehr günstig und den China-Abschlag in der Bewertung sehen wir als übertrieben hoch an.

Meilensteinerreichung setzt neue Maßstäbe
Das Jahr 2022 war bisher ein Jahr mit vielen Meilensteinen für JinkoSolar – das Unternehmen lieferte als erstes weltweit 100 GW an Modulen aus, war die Nummer 1 bei den weltweiten Lieferungen (Q1 2022), brach einen weiteren Weltrekord für den maximalen solaren Umwandlungswirkungsgrad (für seine monokristalline Silizium Solarzelle) und wurde gerade zum achten Mal in Folge als PVEL (PV Evolution Labs) Top Performer ausgezeichnet.

Plug Power erhält den bisher größten Elektrolyseur-Auftrag aller Zeiten

Plug Power hat einen Auftrag für die Lieferung eines Elektrolyseurs mit einer Leistung von einem Gigawatt (GW) erhalten. Auftraggeber ist das Schweizer Wasserstoff-Unternehmen H2 Energy, das in Dänemark grünen Wasserstoff herstellen will. Es soll die bisher größte Anlage zur grünen Wasserstoffherstellung der Welt sein. Durch den Ökostrom aus dänischen Offshore-Windkraftanlagen soll der Elektrolyseur jährlich bis zu 100.000 Tonnen grünen Wasserstoff herstellen können.

Zur Vorstellung: Der Brennstoffenzellen-Lkw „Hyundai Xcient Fuel Cell“ hat einen Verbrauch von ca. acht Kilo Wasserstoff pro 100 Kilometern. Plug Power geht davon aus, dass der Elektrolyseur pro Tag Wasserstoff für 15.000 schwere Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge herstellen kann. H2 Energy plant Brennstoffzellen-Lkw-Flotten von Hyundai mit Wasserstoff zu beliefern. Dazu ist man mit dem koreanischen Automobilhersteller eine Unternehmenskooperation eingegangen. Darüber hinaus ist H2 Energy Anfang des Jahres ein Joint Venture mit dem Energiekonzern Phillips 66 eingegangen, um mehr als 250 Wasserstofftankstellen in Dänemark, Deutschland und Österreich zu errichten.

Everfuel entwickelt mobile Lösung für Wasserstoff-Tankstellen

In Deutschland gibt es aktuell ca. 100 Wasserstoff-Tankstellen. Everfuel hat eine mobile Lösung entwickelt und insbesondere für deutsche Verkehrsbetriebe ist dies sehr interessant, da die Anlage vor allem in Busdepots seinen Vorteil ausspielen kann. Die neue Wasserstoff-Betankungseinheit heißt „Everfiller“ und ist auf kleinere Fahrzeugflotten ausgerichtet. Damit kann Everfuel bei geringeren Mengen niedrigere Wasserstoffpreise anbieten als eine herkömmliche Tankstelle. Die Wasserstoffkosten sollen für den Kunden um einen Euro pro Kilo sinken. Die Anlage kann nach dem Tanken einfach weggerollt werden. Die Dauer und der Umfang von Abnahmeverpflichtungen sind flexibler als bei stationären Tankstellen. Die einfache Konstruktion beschränkt den Wartungsaufwand und an einer Einheit sollen drei Fahrzeuge gleichzeitig tanken können.

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