Managementkommentar – 04.04.2022

Entwicklung des Fonds

Laut CityWire konnte unser Fonds seit Kriegsbeginn (24.02.2022) in der Ukraine vergleichsweise einen der stärksten Anstiege verzeichnen. Im März konnte der Fondspreis um 18,6 Prozent zulegen. Wir sehen hier die Auswirkungen, welche der Weckruf „Weg von der Abhängigkeit- hin zur Unabhängigkeit und Sicherheit.“ ausgelöst hat.

Nahezu alle Portfoliowerte im März im Plus
Von insgesamt 29 Werten im Portfolio waren allein 28 im März im Plus und nur eine Position, das Unternehmen Aumann, verlor marginal. Dies hatten wir so bisher noch nie in dieser Konzentriertheit.  Die größten Gewinn-Beiträge kamen von den Sektoren Solar, Wasserstoff und der Elektromobilität.  Am besten performten Maxeon Solar und unsere Top-Position im Fonds JinkoSolar, gefolgt von den Wasserstoff Unternehmen Plug Power, Ballard Power und PowerCell Sweden. Aber auch Novonix und QuantumScape konnten sehr gute Beiträge liefern, ebenso wie Meyer Burger und SMA Solar.

Kontinuierliche Mittelzuflüsse vor allem in Schwächephasen
Sehr erfreulich war im März, dass netto 11 Mio. Euro neue Gelder in den Fonds hereinkamen. Dies zeigt, dass die Investoren die Schwächephase am Markt gut genutzt haben. Wir sicherten die größte Währungsposition, den USD zum Euro, wiederum komplett ab.

„Stock-Picking“ steht wieder im Vordergrund
Auch wenn man aktuell sieht, dass generell bestimmte Branchen wie Solar oder Wasserstoff insgesamt profitieren, ist eine Fokussierung auf bestimmte Unternehmen (Stock-Picking) entscheidend. Das heißt für uns, dass wir durch die Konzentration auf die besten Unternehmen im Pure-Play Bereich besonders profitieren können. Dies ist ein Grund, warum unser Fonds immer wieder in Aufschwung-Phasen zu den besten am Markt gehört.

Unternehmensanalyse

Nachhaltigkeit spiegelt sich auch bei der Leistungs- und Produkt-Garantie von Solarmodulen wieder

Maxeon Solar Technologies gab bekannt, dass sie eine 40-jährige Produkt- und eine 40-jährige Leistungsgarantie für ihre Interdigitated Back Contact (IBC)-Produktlinie anbieten wird. Nach Angaben von Maxeon Solar handelt es sich bei der Garantie um die längste und umfassendste kombinierte Garantie, die bisher in der Solarbranche angeboten wird, denn die meisten Garantien für Solarmodule haben eine 12-Jahres-Produkt-Garantie in Verbindung mit einer 25-Jahres-Garantie für die Leistung. Die neue 40-Jahres-Garantie basiert auf externen Feldstudien von mehr als 33 Millionen weltweit installierten Modulen. Diese Module mit IBC-Technologie haben eine garantierte Mindestleistung von 98 Prozent im ersten Betriebsjahr, gefolgt von einer maximalen jährlichen Verschlechterung von 0,25 Prozent in den nächsten 39 Jahren. Das Ergebnis ist eine beispiellose garantierte Leistung von 88,3 Prozent am Ende von 40 Jahren, was bedeutet, dass die Solarmodule von Maxeon Solar nach 40 Jahren bis zu 9,5 Prozent mehr Leistung liefern als Standard-Solarmodule nach 25 Jahren. Dies ist ein Beispiel einer sehr nachhaltigen Leistung im Solar Sektor.

Für unsere Pure-Player sind starke Partner entscheidend. ITM Power gibt 50 % seiner ITM-Motive-Anteile an Vitol Holdings ab. So entsteht ein Joint Venture, das den Ausbau des britischen Wasserstoff-Tanknetzes vorantreibt.

Politik

Die Halbleiterindustrie kommt nach Europa

Mehr Kapazitäten in der Chip-Industrie beschlossen
Die EU-Kommission hatte Anfang Februar den sogenannten Chips Act beschlossen. Sie will die Herstellung von Halbleitern in der EU ankurbeln und dafür rund 43 Milliarden Euro aus öffentlichen und privaten Mitteln mobilisieren. Es ist das Ziel bis 2030 ein Fünftel der globalen Halbleiterproduktion in Europa anzusiedeln.

Wolfspeed ist super positioniert
Wolfspeed plant bis 2026 den Umsatz auf 2 Mrd. USD zu steigern, dafür braucht es mehr Kapazitäten und die könnten sehr gut auch in Europa liegen. Insbesondere die Autoindustrie in Europa braucht eine solche Technologie, denn Wolfspeed entwickelt, produziert und vertreibt Siliziumcarbid. Damit lassen sich Batterien auf eine neue Stufe heben. Batterien lassen sich schneller aufladen und E-Autos steigern ihre Reichweite damit um 5 bis 15 Prozent. Auch bei einer Solaranlage, die 24 Stunden am Tag und an sieben Tagen in der Woche im Einsatz ist, kann die eingesetzte Energie zwischen 50- und 60-mal ertragreicher sein als mit dem Einsatz von herkömmlichem Silizium. In den USA hat Wolfspeed 1 Mrd. USD investiert und steht kurz vor der Inbetriebnahme einer Giga-Factory mit der sie die eigene Produktionskapazität bereits um das 30fache steigert. Die Analysten des französischen Beratungshauses Yole rechnen damit, dass der Markt für Siliziumkarbid-Chips bis 2025 jedes Jahr im Schnitt um fast ein Drittel auf dann mehr als 2 Mrd. Euro wachsen wird. Ein Drittel davon könnte auf die Automobil Branche entfallen. Wolfspeed sieht sich dafür als Weltmarktführer bei Siliciumcarbid bestens vorbereitet.

Erhöhte EU-Ziele sollten die Wasserstoff-Unternehmen fördern

Die im Mai 2020 vorgestellte EU-Wasserstoffstrategie hatte sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 rund 10 Mio. Tonnen „grünen“ Wasserstoff jährlich zu produzieren. Als Auswirkung des Kriegs in der Ukraine erhöhte die EU-Kommission ihre Ambitionen und Ziele der Wasserstoffstrategie, indem sie weitere 15 Mio. Tonnen „grünen Wasserstoffs“ bis 2030 als Zielvorgabe ergänzte. Davon sollen rund 10 Mio. Tonnen importiert werden und 5 Mio. Tonnen in der EU produziert werden. Diese neue Menge soll laut EU-Kommission dazu beitragen, die Abhängigkeit von importiertem russischem Gas bis 2030 um 25 bis 50 Milliarden Kubikmeter zu verringern.

Neuer REPowerEU-Plan der EU kurbelt die Nachfrage nach grünem Wasserstoff noch weiter an
Dieser sogenannte „REPowerEU-Plan“ legt einen noch stärkeren Schwerpunkt auf die Rolle von „grünem Wasserstoff“, der nur mit Elektrolyseuren produziert werden kann. Davon profitieren insbesondere die Elektrolyseure-Hersteller enorm. Es gibt Schätzungen eines Analysten von Jeffries, nach denen die Nachfrage nach Elektrolyseuren bald nicht mehr vom Angebot gedeckt werden kann. Diese Analyse sieht den Bedarf bis 2030 bei 400 Gigawatt, doch das Angebot soll bis dahin lediglich bei etwa 70 Gigawatt liegen.

Fortescue Future Industries, der australische Joint-Venture Partner von Plug Power plant jährlich 5 Mio. Tonnen grünen Wasserstoffs nach Deutschland zu liefern. Dies soll mit e.on SE als Kunde umsetzt werden. In Berlin wurde während der internationalen Energie-Wende-Konferenz ein entsprechendes Vorhaben unterzeichnet und Bundeswirtschaftsminister Habeck lobte die Vereinbarung sehr. Der Import dieser 5 Mio. Tonnen grünen Wasserstoffs jährlich wären dann bereits 50 Prozent des neuen REPowerEU-Ziels für importierten Wasserstoff, wobei Plug Power dabei ein großer Profiteur wäre.

Fazit / Ausblick

Man kann nun von einer wirklichen Zeitenwende sprechen und es ist unseres Erachtens erst der Beginn einer großen Welle von zusätzlichen weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien, Wasserstoff und Elektromobilität. Diese Investitionen sind erforderlich, um sich einerseits von Staaten wie Russland, oder auch von Sektoren, wie fossile Brennstoffe, dauerhaft unabhängig zu machen.

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