Managementkommentar – 07.06.2021

Der Mai 2021 erlebte eine Bodenbildungsphase nach den starken Rücksetzern in den ersten vier Monaten im Technologiesektor. Wichtig war, bei unseren Hauptsektoren Wasserstoff, Solar und Elektromobilität, dass im Vergleich zu den Vormonaten der positive Newsflow nun eine Berücksichtigung fand. Heute in diesem Kommentar zeigen wir dies an ein paar Beispielen auf und erläutern diese etwas ausführlicher.

Bei Plug Power, dem Wasserstoff Pure-Player war positiv, dass endlich die korrigierten Bilanzen für die Jahre 2018 bis 2020 vorlagen und dass diese, wie von uns auch erwartet, keine negativen Auswirkungen hatten. Die Marktkapitalisierung bei Plug-Power sank im Mai 2021 bis auf 9 Milliarden USD und das, obwohl gleichzeitig die Cash-Position bei einer bemerkenswert hohen Summe von 5 Milliarden USD lag. Als die positiven News zur Bilanzkorrektur kamen, startete Plug-Power eine Aufholjagd und weitere positive News verstärkten diesen Effekt. Beispielsweise die neue Meldung über die Zusammenarbeit mit Johnson Matthey aus England, die mit Spezialchemie, Katalysatoren und Edelmetallraffinerie rund 11,6 Mrd. EUR mit ca. 12.000 Mitarbeitern im Vorjahr umsetzte. Plug Power und Matthey wollen eine gemeinsame Entwicklung von sogenannten High-performance Elektrolyseuren mit erhöhter Laufzeit, höherer Ausbeute und insgesamt höherer Energieeffizienz als die derzeitige Produktgeneration beginnen. Als weltweit zweitgrößte Raffinerie von Sekundär-Platin ist Matthey ein starker Partner in dieser Zusammenarbeit. Laut dem aktuellen Aurora Energy Report befinden sich die besten Rahmenbedingungen und die meisten und größten Projekte für Wasserstoff in Europa, insbesondere in Deutschland. Deshalb ist es natürlich wichtig, dass Plug-Power sich auch in Europa stark positioniert. Eine Arbeitsgruppe von Airbus, Air France-KLM, Paris Region will die Pariser Flughäfen zu „Wasserstoffhubs“ umgestalten – für das Ziel des emissionsfreien Luftverkehrs ab 2035 der EU-Kommission. Plug Power konnte sich hier wiederum mit seiner Brennstoffzellentechnologie durchsetzen und gewann eine Ausschreibung für den Umbau der Pariser Flughäfen zu Wasserstoff-Hubs. Wichtig ist, dass es nicht nur Absichtserklärungen für Joint-Ventures gibt, sondern dass diese auch zur Umsetzung kommen, wie es nun bei Plug Power und dem Autohersteller Renault geschehen ist. Beide haben ein neues Gemeinschaftsunternehmen namens Hyvia gegründet. Kern von Hyvia ist die Entwicklung und Einführung von schlüsselfertigen Wasserstoff-Mobilitätslösungen im Sinne eines kompletten Ökosystems. Im Fokus stehen leichte Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb, passende Tankmöglichkeiten und die Versorgung mit regenerativ erzeugtem Wasserstoff. Die ersten drei Brennstoffzellenfahrzeuge von Hyvia auf Basis des Renault Master sollen Ende 2021 in Europa an den Start gehen, das ist deutlich schneller als von vielen erwartet und es soll ein Marktanteil von 30 Prozent für Leicht-Lkw´s in Europa bis 2030 erreicht werden. Das Joint Venture befindet sich zu gleichen Teilen im Besitz der beiden Partner. Der Name Hyvia setzt sich aus „Hy“ für Wasserstoff sowie dem lateinischen Wort „Via“ für Straße zusammen. Die integrierte Wasserstofftechnologie von Hyvia ergänzt die „E-Tech“- Technologie von Renault und erhöht die Fahrzeugreichweite auf 500 Kilometer bei einer schnellen Auftankzeit von drei Minuten, denn leichte Nutzfahrzeuge benötigen größere Reichweiten und kürzere Betankungszeiten.

Weitere positive Meldungen aus dem Wassersoff-Sektor kamen von SFC Energy, einem deutschen Pure-Player. Mit LiveView Technologies (LVT) aus den USA konnte SFC Energy einen weiteren Neukunden gewinnen. Dieser Auftrag ist ein Meilenstein für SFC und ist der größte US-Einzelauftrag jemals. Getreu dem Motto von SFC „Goodbye Diesel“ folgend, werden dabei wenig effiziente Generatoren durch leistungsstarke und umweltfreundliche Brennstoffzellen ersetzt. Dies stellt eine schnell einsetzbare Überwachungslösung dar, die überall aufgestellt werden kann, wo kein Strom und kein Internet vorhanden ist. Eingesetzt werden die Aggregate in mobilen Kameratürmen zur Videoüberwachung in verschiedensten Bereichen. Supermarktketten stellen die Trailer auf ihren Parkplätzen zur Überwachung und effizienteren Nutzung der Parkflächen auf. Gegenüber bisherigen Systemen bestehen zahlreiche Vorteile. Sie verbrauchen signifikant weniger Betriebsstoff, arbeiten effizienter, geräuschärmer und vor allem umweltfreundlicher. Sie emittieren keine schädlichen Abgase wie Stickoxide (NOx), Kohlenmonoxid (CO) und auch keinen Feinstaub. Brennstoffzellen von SFC Energy sind zu 95 % recycelbar. Das ist wirklich nachhaltig und diese Technologie wird sich weiter durchsetzen.

Die Solarindustrie in Deutschland war noch zu Beginn der 2010er Jahre weltweit führend, als der deutsche Solarmarkt durch eingeleitete politische Maßnahmen des damaligen Umweltministers fast schlagartig einbrach. Innerhalb von zwei Jahren gingen die PV-Zubau-Zahlen in Deutschland von über 8.000 MW (2012) auf rd. 1.000 MW (2014) und damit um fast 90 Prozent zurück. Die Folge war eine beispiellose Abwicklung der deutschen Solarindustrie mit einem Verlust von zigtausenden an Industrie-Arbeitsplätzen. Die deutschen Solarproduzenten konnten den kurzfristigen deutschen Marktausfall so schnell gar nicht auf Märkten in anderen Ländern kompensieren, auch weil es diese Märkte außerhalb des abgeschotteten chinesischen Solarmarktes zu dieser Zeit und in der notwendigen Größe gar nicht gab. Noch heute hält sich das mediale Märchen, dass der Grund für den Niedergang der deutschen Solarindustrie allein die billige chinesische Konkurrenz gewesen ist, so IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. Zitat Dr. Allnoch: „Die damaligen politisch Verantwortlichen wollten im Ergebnis keine industrielle Solar-Wertschöpfung in Deutschland, haben dieses Ziel auch konsequent verfolgt und das industrielle Zukunftsfeld schlicht anderen Ländern überlassen“.

Die Schweizer Meyer Burger Technology AG konnte nun planmäßig die Hightech-Modulfabrik im sächsischen Freiberg in Betrieb nehmen. Damit hat der Wandel vom reinen Equipment-Zulieferer zum Hersteller von Solarzellen und -Modulen einen weiteren Meilenstein erreicht. Meyer Burger hat die ehemalige Solarworld-Fabrik innerhalb von acht Monaten umgebaut und auf seine SmartWire-Fertigungslinien umgerüstet. Die moderne und umweltfreundliche Fertigungsanlage bietet mehr als 200 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze. Das sehen wir als ein sehr gutes Signal für Europa und wir sind zuversichtlich, dass insbesondere Deutschland aus seinen Fehlern bei der Solar-Technologie gelernt hat und sich diese nicht beim Wasserstoff-Sektor wiederholen. Das zeigt auch die Förderung von 62 Projekten in Deutschland mit über 8 Mrd. Euro.

Sehr gut von den Tiefstkursen erholen konnte sich auch JinkoSolar, die TOP Position im Portfolio. Das Unternehmen hat mit einem Wirkungsgrad von 25,25 Prozent einen neuen Weltrekord für seine großflächigen monokristallinen n-type Solarzellen bekannt gegeben. Das Ergebnis wurde vom National Institute of Metrology, China („NIM“) unabhängig bestätigt und es ist das dritte Mal, dass JinkosSolar seit Juli 2020 für diesen Zellentyp einen neuen Rekordwert erreicht hat. Auch von der DEKRA wurde ein Modul mit dem weltweit ersten IEC TS 62804-1-1:2020-Zertifikat ausgestattet. Solche Meldungen zeigen die hohe Qualität bei JinkoSolar, auf die wir langfristig setzen.

News von Nano One, einem Unternehmen aus dem Sektor Elektromobilität, konnten kürzlich ebenfalls überzeugen. Das Unternehmen hat mit Johnson Matthey eine gemeinsame Vereinbarung zur Entwicklung von Materialien für Lithium-Ionen-Batterien abgeschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung werden die Unternehmen Produkte und Verfahren der nächsten Generation für Johnson Mattheys eLNO-Serie von fortschrittlichen Kathodenmaterialien unter Verwendung von Nano Ones patentiertem One-Pot-Verfahren und der Technologie zur Nanokristall-Beschichtung gemeinsam entwickeln. Ziel ist die kostengünstige, kohlenstoffarme Produktion hochleistungsfähigen Kathodenmaterials für Lithium-Ionen-Batterien. In Nano Ones patentiertem One-Pot-Verfahren wird eine Art von Kathodenmaterial mit Einzelkristallbeschichtung gebildet, welches die Haltbarkeit erhöht. Das Verfahren ermöglicht außerdem die Erzeugung dieser Materialien direkt aus Metallpulvern sowie Lithiumkarbonat und bietet dadurch der gesamten Lieferkette für Lithium-Ionen-Batterien Kosten- und Energieersparnis sowie eine höhere Nachhaltigkeit. Sehr positiv für diesen kleinen Pure-Player ist der Aufstieg der Notierung an der Toronto Stock Exchange in Kanada.

Diese Beispiele zeigen, dass Fakten im Mittelpunkt stehen müssen und nicht Erwartungen. Insbesondere die langfristigen Auswirkungen dieser Fakten stehen bei uns bei der Unternehmensanalyse im Vordergrund und die langfristige Sicht als „Mitunternehmer“.

Die politischen Unterstützungen gegen den Klimawandel bleiben massiv und werden nicht nur in der Welt zum Konsens, sondern auch in Deutschland. Wir sind im Fonds in den Aktien der besten nachhaltigen Unternehmen investiert, die immens von diesem Rückenwind profitieren könnten.

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